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In
vorliegender Broschüre soll an die ersten Jahre unserer
Partei erinnert und der politischen Leistung der Pioniere
der CDU in unserem Heimatort gedacht werden.
Ich
möchte verhindern, dass die bahnbrechende Arbeit unserer
Gründungsmitglieder in Vergessenheit gerät, darunter
auch die Arbeit des ersten CDU-Bürgermeisters nach dem Krieg,
meines Vaters.
Wenn
ich auch erst am 29. März 1946 unter der Nummer 92 in die
Stammrolle der Ortsgruppe eingetragen bin, so fühle ich mich
als Gründungsmitglied unserer Partei.
Ich
habe an sämtlichen Gründungsversammlungen und
Zusammen-künften teilgenommen, war aber bei der Gründung,
am 1.Oktober 1945 erst neunzehn Jahre alt und damit zur damaligen
Zeit noch nicht volljährig.
Es
wurde mir geraten, eine Ortsgruppe Junge Union zu
gründen. Das war damals undurchführbar.
Ich
habe von Anfang an aktiv in der CDU mitgearbeitet und als
Berufsschullehrer die Probleme der Mitgliedschaft in einer
Block-partei zur Genüge kennen gelernt.
Vom
21.Oktober bis 8. November 1952 besuchte ich die
Landes-parteischule Georg Dertinger in Weimar,
(siehe Teilnahme-bescheinigung im Anhang.)
Dermbach,
im Januar 2004

Inhaltsverzeichnis
Das
Ende und der Anfang
Die
Christlich Demokratische Union
Gründung
und Werdegang der CDU Ortsgruppe Dermbach
Unsere
Gründungsmitglieder Aufnahmetag: 1.10.1945
Wahlen
in der DDR
Der
Antifa-Block
Die
Arbeit des CDU-Bürgermeisters
Die
Rolle der CDU in der atheistisch geprägten DDR
Neuer
Anfang
Das Ende und der Anfang
Bei der Kapitulation
am 8. Mai 1945 war vom Großdeutschen Reich nur ein
Trümmerhaufen übrig geblieben.
Aus dem Zweiten
Weltkrieg sind die beiden Supermächte USA und die Sowjetunion
als handlungsfähige Sieger hervorgegangen.
Die europäischen
Großmächte Großbritannien und Frankreich konnten
nach dem Krieg keine Weltgeltung mehr gewinnen.
Frankreich nahm nicht
einmal mehr an den großen Konferenzen in Jalta, auf der Krim
und in Potsdam teil, auf denen die Großen Drei
vergeblich eine neue Nachkriegsordnung auszuhandeln versuchten.
Während die
westlichen Alliierten in ihrem Einflussbereich die alten
Demokratien wieder herstellten, wurde in der Sowjetischen
Besatzungszone Deutschland bald eine kommunistische Regierung
eingesetzt.
Politisch entwickelte
sich Deutschland nach dem Krieg so viel-fältig, wie zu Zeiten
der Weimarer Republik.
1945 wurden von den
alliierten Besatzern die traditionsreichen und unter dem
Nationalsozialismus zerschlagenen Parteien KPD und SPD zugelassen.
Der sowjetische
Einfluss dehnte sich 1945 so weit aus, wie die Rote Armee
vorgestoßen war.
Neu waren die
Freiheitliche Demokratische Partei (FDP), die Christlich
Demokratische Union (CDU) und auf Bayern beschränkt, die
Christlich Soziale Union (CSU).
Auch
der humanste Krieg
ist
keinen Schuss Pulver wert!
Zum
Inhaltsverzeichnis
Die
Christlich Demokratische Union
Während
die KPD und die SPD 1945 in ihrer Form von vor 1933 wieder
zugelassen wurden, bildete sich die CDU 1945 völlig neu.
Die
Zentrumspartei hat in vielen Dingen bei der Gründung der CDU
Pate gestanden.
Zum
gravierenden Unterschied zur neugegründeten CDU war das
Zentrum konfessionell gebunden und eine rein katholische Partei
des Kaiserreiches und der Weimarer Republik (1870/71 bis 1933).
Sie war,
was der Name Zentrum aussagt, eine Partei der
Mitte, im Gegensatz zu links und rechts.
Die
meisten Begründer der CDU kamen aus dem Zentrum.
So z.
Bsp. der Vorsitzende der CDU in der britischen Zone, Konrad
Adenauer, (seit 1906 Mitglied) und der Vorsitzende der CDU der
Sowjetischen Besatzungszone, Jakob Kaiser, (1947 von den Sowjets
wieder abgesetzt.)
Die CDU
kann auch deshalb nicht als Nachfolge der Zentrumspartei angesehen
werden, da sich in Nordrhein-Westfalen und in Niedersachsen die
Deutsche Zentrumspartei 1945 neu bildete.
Sie hatte
im ersten Bundestag zehn Sitze.
Heute ist
sie eine unbedeutende Splitterpartei.
Durch das
Wort Union, an Stelle von Partei, wird der entscheidende
Unterschied zur Zentrumspartei betont, denn die CDU ist eine
christliche Partei auf überkonfessioneller Grundlage
gegründet.
(Duden:
Union = Bund, Vereinigung, Verbindung bes. von Staaten u. von
Kirchen mit verschiedenen Bekenntnissen.)
Das
Mehrparteiensystem war der Sowjetischen Militäradministration
ein Dorn im Auge
Sie
strebten eine kommunistische Alleinherrschaft an.
So wurden
in der sowjetischen Besatzungszone die SPD und die KPD schon am
21. April 1946 gegen den Willen vieler Sozialdemokraten zur SED
(Sozialistische Einheitspartei) zusammengeschlos-sen.
Um den
Status eines Einparteienstaates zu ereichen und die Führungsrolle
der SED zu sichern, wurde die führende Rolle der SED in der
Verfassung der DDR festgeschrieben.
Auch die
CDU hatte in der sowjetischen Zone schon ab 1948 unter dem Druck
der Besatzungs-macht zum großen Teil ihre Selbständigkeit
eingebüsst.
Sie
wurde, nach der Gründung der DDR, als Blockpartei der SED
untergeordnet.
Zum
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Gründung und
Werdegang der CDU Ortsgruppe Dermbach
In
unserer Gemeinde fanden sich, wie in vielen Städten und
Dörfern der damaligen sowjetischen Besatzungszone am 1.
Okt. 1945 beherzte Männer zusammen, die unsere Ortsgruppe
gründeten.
Versetzen
wir uns zurück in das Jahr 1945.
Der
Zweite Weltkrieg hinterließ nicht nur kaputte Städte
und Landschaften, sondern auch durch die nationalsozialistische
Ideologie und den Rassen-wahn eine geistig-politische
Trümmerwüste.
Es
bedurfte ein hohes Maß an Mut und
Verant-wortungsbereitschaft, um aus dieser Trümmer-wüste
ein demokratisches Gemeinwesen zu errichten.
In der
sowjetisch besetzten Zone gab es den Befehl zum Aufbau
antifaschistischer Parteien, doch wurde er ausdrücklich der
Kontrolle und den Weisungen der Sowjetischen Besatzungsmacht
unterstellt.
In
Dermbach fanden sich bereits im Spätsommer 1945 beherzte
Männer zu mehreren Zusammen-künften im katholischen
Pfarrhaus zusammen, um einen neuen politischen Anfang zu wagen und
damit die Gründung der Ortsgruppe vorzubereiten.
Wer waren
diese Männer?
In erster
Linie waren es Bürger, die nicht der NSDAP oder einer ihrer
Organisationen
Angehörten.
Viele
hatten das NS-System abgelehnt und einige waren Verfolgte,
anerkannte Antifaschisten, wie man damals sagte.
Einige
Männer waren Soldat und erst wenige Wochen vorher aus der
Gefangenschaft entlassen.
Viele
waren noch in Gefangenschaft oder unterwegs in die Heimat.
Auch
Bürger, die durch die Kriegswirren, wie Bombenschäden
oder Aussiedlung nach Dermbach gekommen waren, waren unter den
Gründungs-mitgliedern.
(Siehe
abgelichtete Seiten der Stammrolle unserer Ortsgruppe.).
Die
Gründung einer Ortsgruppe einer Partei auf der Grundlage
überkonfessioneller christlicher Grundsätze war neu und
hatte weder Vorbild noch Tradition.
Sie war
ein Brückenschlag zwischen evange-lischen und katholischen
Christen.
Dieses
Zusammengehen war für die damalige Zeit und für unsere
Diasporasituation beispielgebend.
Auch die
Anzahl von 42 Gründungsmitgliedern ist einmalig.
Dermbach
war eine kleine Gemeinde und hatte 1945 weniger als 2000
Einwohner.
Ich
wüsste keinen Vergleich einer anderen Gemeinde oder Stadt,
der diese Tatsache zahlen-mäßig nahe oder gleich käme.
Bedenken
wir, dass zur gleichen Zeit, im Oktober 1945, die CSU für das
ganze Land Bayern mit nur ca. 100 Bürgern gegründet
wurde.
Ehemalige
Parteigenossen der NSDAP, Mitglieder der SA und anderer
nationalsozialistischer Gruppen durften ohne Entnazifizierung"
keiner antifaschistischer Partei beitreten bzw. eine gründen..
(Befehl der SMA = Sowjetische Militär-Administration).
Trotzdem
fanden sich 42 Männer zusammen, um die Ortsgruppe zu gründen.
Wie schon
erwähnt, stand die Gründung und der Aufbau
antifaschistischer Parteien unter der strengen Kontrolle der
Sowjetischen Besatzungs-macht.
In der
Gründungsversammlung am 1. Okt, 1945 wurde Herr Reinhold
Kirchner zum Vorsitzenden gewählt, den er 1955 an Herbert
Waury übergab.
Unionsfreund
Josef Mihm machte den Schrift-führer.
Gleich
nach der Gründung nahm unsere Orts-gruppe einen sprunghaften
Aufstieg.
Ich höre
noch unseren damaligen katholischen Pfarrer Hannappel zu Beginn
des Jahres 1946 in einer Versammlung sagen:
Ihr Männer,
ihr müsst eure Frauen mitbringen und anmelden, wir brauchen
eine große Anzahl von Mitgliedern".
So
meldeten sich im März 1946 an einem Tag 9 Frauen als
CDU-Mitglieder an.
Bis Ende
1946 ist so die Mitgliederzahl auf 110 gestiegen. Darunter waren
15 Frauen.
Das waren
mehr als zehn Prozent und für das Jahr 1946 unwahrscheinlich.
Die CDU
Ortsgruppe gewann, nicht zuletzt durch das gute Wahlergebnis im
September 1946 und die gute Arbeit der Partei vor Ort, immer mehr
an Einfluss und Sympathie.
So stieg
die Anzahl der Mitglieder bis zur Gründung der DDR 1949 auf
126.
(Anhang =
Anwesenheitsliste vom Febr.1947.)
Mit der
Gründung der Deutschen Demokratischen Republik kam der Partei
der Arbeiterklasse die Führungsrolle im Staate auch
verfassungsmäßig zu (§ 1 der DDR Verfassung) und
die Politik der CDU wurde immer mehr eine erzwungene Anpassung an
die politischen und ideologischen Vorstellungen der SED.
Das
wollten auch in Dermbach viele Mitglieder nicht mittragen, sie
wurden zur Resignation veranlasst, einige verzogen in Richtung
Westen, einige meldeten sich ab.
Unsere
Mitgliederzahl ging stark zurück.
Waren es
in der gesamten DDR ca. 25 %, die bis 1950 die Partei verließen,
so waren es in Dermbach fast 50 %.
Vor allem
die Gründungsmitglieder wollten den kommunistischen
Führungsanspruch nicht hinnehmen und fühlten sich in
ihren politischen Zielen verraten.
Von den
42 Gründungsmitgliedern waren 1953 noch 12 Männer und
Frauen in unserer Ortsgruppe.
Auch in
den weiteren Jahren ging die Mitglieder-zahl unserer Ortsgruppe,
je nach den Ver- schiedenen Phasen der Politik auf und ab.
So
brachte uns der Aufstand am 17. Juni 1953 die Abmeldung von vier
Mitgliedern.
1980
waren es wieder 110 Mitglieder und 1990 unter der Führung des
Ortsgruppenvorsitzenden Harald Wehner sogar 195.
Heute,
nach der politischen Wende, über die Mitgliedschaft in der
Ost-CDU oder über das Austreten der einzelnen
Mitglieder zu urteilen, ist völlig fehl am Platz.
Als mir
nach der politischen Wende die Frage gestellt wurde: Sie waren
auch in der Roten CDU?
War meine
Antwort: Ja, als ich mich für die CDU entschied, waren
unsere Vorsitzende Jakob Kaiser und Ernst Lemmer, und ob die rot
waren, weiß ich nicht.
Nicht zu verstehen
ist, dass man heute, vierzehn Jahre nach der Wende, nichts dazu
gelernt hat. Es ist zum Beispiel nicht zu verstehen, dass man
unseren neuen Ministerpräsidenten Dieter Althaus bei seinem
Antritt die Frage stellt: Ärgert es Sie, dass man
Ihnen immer wieder Ihre Mitgliedschaft in der Block-CDU vorhält?
Die Antwort unseres Ministerpräsidenten war folgende: Wenn
ich bewertet werde, habe ich nichts dagegen, dass auch mein Leben
in der DDR in die Waagschale geworfen wird.. Mich ärgert
allerdings, dass solche Tatsachen zu Sensationen aufgebauscht
werden, obwohl sie kaum als Kennzeichen für größt-mögliche
Anpassung taugen.
(Hier
sträubt sich sogar mein Computer und
hat
das Wort Block-CDU rot unterstrichen.)
 Staudtblickhaus
am Stein
Wiedererrichtet
durch die Initiative von
Ortvorsitzenden Harald Wehner im
Arbeitseinsatz der CDU Dermbach.
Zum
Inhaltsverzeichnis
Kirchner,
Reinhold Dermbach Steinstr. 29 geb. 26.3.1890
in
Dermbach, evgl. Korkfabrikant selbständig
Weber,
Magnus Dermbach Marktstr. 2 geb. 4.10.1899
in
Oberalba, röm. kath. Kaufmann selbständig
Schmidt,
Karl Dermbach Neue Str. 7 geb.30.10.1901
in
Oberalba, evgl. Elektriker angestellt
Hanappell,
Joseph Dermbach Geisaer Str. 23 geb. 13.9.1893
in
Himmelsberg, röm. kath. Pfarrer in Dermbach
Etzel,
Paul Dermbach Geisaer Str. 29 geb.6.3.1894
in
Unteralba röm. kath. Vertreter selbständig
Schubert,
Otto Dermbach Geisaer Str. 23 geb. 8.7.1900
in
Dermbach röm. kath. Schneidermeister selbständig
Simon,
Reinhold Dermbach Schützenstr.1 geb. 28.12.1892
in
Dermbach röm.kath. Malermeister selbständig
Jung,
Willi Dermbach Marktstr.5 geb. 27.11.1912
in
Unteralba röm.kath. Malermeister angestellt
Herbst,
Hermann Dermbach Marktstr. 3 geb. 5.7.1910
in
Dermbach röm. kath. Friseurmeister selbständig
Schlotzhauer,
Karl Dermbach Geisaer Str.12 geb. 8.10.1897
in
Diedorf evgl. Metzger Invalide
Greulich,
Adolf Dermbach Geisaer Str. 31 geb.9.7.1902 in
Dermbach
röm.kath. Schuhmacher Eisenbahner
Weider,
Rudolf Dermbach Bahnhofstr. 1 geb. 23.3.1897
In
Zella röm. Kath. Schneidermeister selbständig.
Bischoff,
Ernst Dermbach Geisaer Str.31 geb. 10.11.1893
in
Welchingen röm. Kath. Zimmermeister Glasarbeiter
Wiegand,
Heinrich Dermbach Schützenstr.6 geb. 12.11.1888
in
Dermbach evgl. Korkfabrikant selbständig
Gehb,
Emil Dermbach Schützenstr. 8 geb. 11.11.1902
in
Dermbach evgl. Glasbläser angestellt
Simon,
Aloys Dermbach Geisaer Str.4 geb. 21.10.1900
in
Dermbach röm. kath. Glasbläser angestellt
Wiegand,
Rudolf Dermbach Schulstr.8 geb. 13.9.1890
in
Dermbach evgl. Maurermeister selbständig
Simon,
Hermann Dermbach Schulstr. 9 geb.11.5.1910
in
Dermbach röm. Kath. Schneidermeister selbständig
Bittorf,
Rudolf Dermbach Geisaer Str. 39 geb. 12.10.1915
in
Dermbach röm. kath. Korkarbeiter angestellt
Bittorf,
Erich Dermbach Friedhofstr. 5 geb. 19.5.1910
in
Kaltennordheim evgl. Malermeister selbständig
Dr.
Stapff, Richard Dermbach Steinstr. 7 geb. 8.10.1900
in
Dermbach evgl. Arzt Dr. med. selbständig
Simon,
Adolf Dermbach Neue Str.9 geb. 21.8.1905
in
Dermbach röm. kath. Kaufmann selbständig
Bittorf,
Albert Dermbach Friedhofstr. 2 geb.25.3.1891
in
Brunhardshausen evgl. Sattlermeister selbständig
Wehner,
Emil Dermbach Geisaer Str.11 geb. 2.12.1908
in
Dermbach röm. kath. Glasbläser angestellt
Wolfram,
Georg Dermbach Schulstr. 2 geb.11.10.1885
in
Dorndorf evgl. Zimmermeister selbständig
Simon,
Karl August Dermbach Geisaer Str.2 geb. 15.3.1886
in
Dermbach röm. kath. Korkschneider Ortspolizei
Zumbusch,
Julius Dermbach Bahnhofstr.25 geb. 19.9.1879
in
Portropp röm. kath. Gastwirt selbständig
Hahn,
Ludwig Dermbach Lengsfelder Str. 4 geb. 26.7.1898
in
Grüsselbach röm. kath. Kaufmann selbständig
Bittorf,
Franz Dermbach Bahnhofstr. 22 geb. 17.8.1906
in
Dermbach röm. kath. Korkfabrikant selbständig
Mihm,
Josef Dermbach Neue Str. 3 geb.2.6.1903
in
Geisa röm. kath. Kaufmann Spark. Angest.
Thüring,
Friedrich Dermbach Schulstr. 3 geb. 19.3.1901
in
Unteralba röm. kath. Glasbläser Finanz Angest.
Etzel,
Richard Dermbach Geisaer Str. 9 geb. 18.10.1901
in
Dermbach röm. kath. Rangierer angestellt
Diel,
Rudolf Dermbach Schulstr. 3 geb. 31.5.1904
in
Oberalba röm. kath. Glasbläser Finanz. Angest.
Simon,
Otto Dermbach Rödestr.8 geb. 7.11.1885
in
Dermbach röm. kath. Korkschneider Invalide
Rommel,
August Dermbach Schützenstr. 4 geb.31.8.1895
in
Dermbach evgl. Korkbohrer angestellt
Simon,
Wilhelm Dermbach Schützenstr.1 geb. 4.10.1874
in
Dermbach röm. kath. Maurer Rentner
Donius,
August Dermbach Rödestr. 2 geb. 19.5.1879
in
Dermbach röm. kath. Landwirt selbständig
Schubert,
Karl Josef Dermbach Marktstr.9 geb.22.3.1889
in
Dermbach röm. kath. Schneidermeister selbständig
Rimbach,
Willi Dermbach Steinstr. 35 geb. 15.1.1897
in
Unteralba röm. kath. Glasbläser angestellt
Mähler,
Franz Dermbach Schulstr. 4 geb. 36.9.1895
in
Oberalba röm. kath. Postschaffner angestellt
Simon,
Gregor Dermbach Schützenstr. 10 geb. 30.4.1922
in
Dermbach röm. kath. Landwirt selbständig
Wiegand,
Wilhelm Dermbach Schulstr. 12 geb. 31.5.1896
in
Dermbach evgl. Korkenfabrikant selbständig
--------------------------------------------------------------------------
Gleich
nach der Gründung nahm unsere Ortsgruppe
einen
sprunghaften Aufschwung.
Noch
im Gründungsjahr 1945 kamen folgende Mitglieder hinzu:
Stöber,
Paul Geisaer Str. 33 evgl. Buchbinder angestellt
Stöber,
Erich Geisaer Str. 33 evgl. Gärtner selbständig
Weschenfelder,
Otto Waldstr. 2 evgl. Kaufmann selbständig
Gimpel,
Wilhelm Bahnhofstr.20 röm.kath. Korkfabrikant selbst.
Wehner,
Wilhelm Geisaer Str.11 röm.kath. Staatsangest. Kreisamt
Bittorf,
Robert Bahnhofstr.26 röm.kath. Korkfabrikant selbst.
Simon,
Christian Schützenstr.10 röm.kath. Bauer selbständig
Blum,
Albert Steinstr.4 röm.kath. Maurer angestellt
Knackert,
Anton Karl-Frie.Str. röm.kath. Werkmeister angestellt
Blum.
Reinhold Hauckweg 1 röm.kath. Sparkassen- Angestellter
Commandeuer,
Anton Bahnhofstr.25 röm.kath. Bahnbeamter
Sell,
Kaspar Buschstr.12 evgl. Korkschneider angestellt
Mötzung
Dr. Franz Waldstr.4 röm.kath. Zahnarzt selbständig
Simon,
Otto Geisaerstr.8 röm.kath. Schneider angestellt
Wehner,
August Geisaerstr.6 röm.kath. Bauer selbständig
Schubert,
Hermann Lengsfelder Str.10 Schneidermstr. angestellt
Dietzel,
Karl Neue Str. 2 evgl. Lehrer angest. Aushilfslehrer
Heilmann
Dr., Gottlieb Wiesenthaler Str.7 röm.kath. prakt.Arzt
Keller,
Ernst Steinstr. 2 evgl. Apotheker selbständig
Zum
Inhaltsverzeichnis
Wahlen in der DDR
Diese Unterordnung
unserer Partei als Blockpartei in die Nationale Front geschah mit
Hilfe der Wahl-praktiken der DDR.
Hier möchte ich
auf die Wahlen und Wahlpraktiken von 1946 bis 1989 eingehen und
sie am Beispiel Dermbach betrachten.
Nach dem Zweiten
Weltkrieg wurde in der damaligen sowjetischen Besatzungszone am 9.
September 1946 das ersten Mal gewählt.
Die Situation war wie
folgt:
Die SED war, durch den
Zusammenschluss von KPD und SPD gerade entstanden, durch die SPD
die stärkste Partei der damaligen Ostzone.
Die anderen Parteien,
wie DBD (Deutsche Bauernpartei) und NDPD (National –Demokratische
-Partei) waren noch nicht überall gegründet und zur Wahl
aufgestellt.
So stellten sich bei
uns in Dermbach 1946 nur die
SED CDU LDPD zur Wahl.
Außer den
Parteien standen noch VdgB (Vereinigung der gegenseitigen
Bauernhilfe) und DFD (Demokratischer Frauenbund Deutschland) auf
den Wahlzetteln, die aber bei uns nur wenige Stimmen bekamen.
Das Wahlergebnis für
unseren Ort war folgendes:
die CDU bekam 58%
die SED 32%
die LDPD 9,2%
Dieses Ergebnis war
nicht repräsentativ für die gesamte DDR.
Unsere Gemeinde bekam
durch diese Wahl, nach der Nazi-Diktatur mit ihrem verheerenden
Krieg ihren ersten demokratisch gewählten CDU-Bürgermeister,
den Schneidermeister Otto Schubert, mein Vater.
Der von der
Besatzungsmacht eingesetzte Bürger-meister Wilhelm Schwarz
wurde abgelöst.
Die einzelnen Mandate
wurden in den Gemeinde-vertretungen sowie auf Kreis- und
Landesebene entsprechend verteilt.
Man konnte damals noch
mit Einschränkungen von einer demokratischen Wahl sprechen.
Die nächste Wahl
wurde nach der Gründung der DDR am 15. Oktober 1950
durchgeführt.
Hier sah es schon ganz
anders aus.
Die Wahlvorbereitungen
bei uns in Dermbach bestanden unter anderem darin, dass man den
CDU-Bürgermeister durch systematische Verleumdungs-artikel in
der SED-Presse (siehe Anhang) vor der Wahl zum Rücktritt
zwingen wollte.
Das klappte aber
nicht, und so wurde er fünf Jahre später, vor der
nächsten Wahl, dreimal verhaftet.
Wie das vor sich
ging, will ich kurz schildern:
Um die Mittagszeit,
als meine Frau aus der Schule kam, waren drei Männer in der
Wohnung. Meine Mutter sagte:
Die haben
Opa verhaftet und nehmen ihn mit.
Einer dieser Männer
erklärte, dass er eigentlich Handschellen anlegen müsste.
Meine Frau ging
nahe an meinen Vater heran und flüsterte: Wen soll ich
verständigen?
Er antwortete kurz:
CDU Bezirksvorstand.
Daraufhin bekam sie
sofort Sprechverbot. Nachdem wir warme Unterwäsche, Waschzeug
etz. eingepackt hatten, verließen sie das Haus und fuhren
mit einem BMW (bzw. EMW) ab.
Da wir wussten,
dass unser Telefon überwacht war, riefen wir sofort vom
katholischen Pfarramt aus die CDU Bezirksleitung in Suhl an.
Als mein Vater in
Suhl vorgeführt wurde, war schon von der CDU ein Rechtsanwalt
anwesend, sodass er um Mitternacht wieder nach Hause kam.
Nach ca. drei
Wochen wiederholte sich die Verhaftung, nur dass er zwei Tage
wegblieb.
Die dritte
Verhaftung fand dann vierzehn Tage später um Mitternacht
statt.
Da ein ärztliches
Attest vorlag das wir uns vorsorglich besorgt hatten, war er nicht
haftfähig.
Auf Anraten der
Familie unterschrieb er die Kündigung als Bürgermeister.
Daraufhin ließ
man von einer Verhaftung ab.
Voraus zu sehen
war, dass sich kein Nachfolger aus der CDU fand. Die Gemeinde
bekam einen SED Bürgermeister, den Genossen Eckart
Zu den
Praktiken der Wahl:
Bei der Wahl von 1950
wurde das erste Mal die sogenannte Einheitsliste der
Nationalen Front aufgestellt.
Die Nationale Front
war der Zusammenschluss aller Parteien und Massenorganisationen in
einer Einheitsliste zu einem Block. Daher der Name
Blockparteien.
Das Wesentliche war:
Die Parteien und
Massenorganisationen (MO) stellten vor der Wahl ihre Kandidaten
vor.
Die Anzahl der
Kandidaten bestimmte die SED als staatstragende Partei nach der
Mitgliedstärke der Partei auf zentraler Ebene.
(2,4 Millionen SED zu
100 000 CDU.)
Für die
Massenorganisationen (MO) wurden eben-falls meist SED Genossen
eingesetzt. (MO = FDGB, FDJ, DFD, Konsum usw,)
Das sah in Dermbach
bei den letzten drei Wahlen so aus:
Von 34
Gemeindevertretern stellten die
CDU = 4 DBD = 2 LDPD =
1
NDPD = 1 SED = 26
Der Wahlvorgang selbst
war ein Zettelfalten, wie es Egon Krenz später
selbst nannte.
Die Stimmzettel waren
einfache Listen mit dem Namen der einzelnen Kandidaten.
Es waren keine Kreise
da, die angekreuzt werden konnten.
Die Stimmzettel wurden
lediglich gefaltet und in die Wahlurne gesteckt.
Es war eine bessere
Volkszählung.
Ein Stimmzettel galt
erst dann als NEIN - Stimme, wenn ALLE Kandidaten einzeln
waagerecht durch-gestrichen waren.
Eine weitere Taktik,
die bei dieser Wahl eingeführt wurde, war, dass die
Wahlkabine, ohne Bleistift, möglichst weit hinter der Urne
stand, sodass man einen auffallenden Umweg machen musste, wenn man
in die Kabine gehen wollte.
Das Wahlergebnis in
Dermbach war:
1408 Stimmberechtigte
1341 abgegebene
Stimmen
davon 35 Neinstimmen
(67 Stimmzettel waren
mit Bemerkungen)
Bei diesem Ergebnis,
sowie bei den nächsten Wahlen, spielte das Auszählen
eine große Rolle.
Auch hierzu ein
Beispiel aus ganz persönlichem Erleben:
Als
wir im August 1950 heirateten, ließ sich meine Frau, die in
Bremen (Rhön) polizeilich gemeldet war, nicht ummelden, um
noch in Bremen zur Wahl zu gehen.
In dieser kleinen
katholischen Gemeinde wurde noch
nach altem Stil
gewählt.
Eine Wolldecke über
einem Kuchengestell diente als Wahlkabine.
Nach dem
Gottesdienst standen die Leute, auch katholische Ordensschwestern,
mit Schreibstiften ausgerüstet, vor der Kabine Schlange.
Sie selbst nahm
extra einen Rotstift mit, um die SED Kandidaten durchzustreichen.
Am Abend, wir
machten wie immer Telefondienst im Wahlstützpunkt Dermbach,
war unser erster Anruf nach Bremen, um nach dem Wahlergebnis zu
fragen.
Wir waren sehr
erstaunt, als 100% JA - Stimmen gemeldet wurden.
Diese Wahlpraxis
verstärkte sich im Laufe der vierzig Jahre DDR immer mehr.
So ist es nicht
verwunderlich, wenn die Wahlergebnisse immer besser, bzw. immer
unmöglicher wurden.
Das sah in Dermbach so
aus:
1950 Wahlbeteiligung
95%
1989 100%
1950 35 NEIN –Stimmen
1989 keine NEIN –
Stimmen
Bei den letzten DDR
Wahlen war es sogar schon in einzelnen kleinen Rhöngemeinden
so, dass der Bürgermeister sagte: Kommt alle nach dem
Kirchgang zum Wählen, und um 12 Uhr war die Wahl mit 100%
abgeschlossen.
Ein weiteres Erlebnis
aus der Wahl von 1960 :
Ich hatte
Telefondienst in der Wahlzentrale.
Bei der Auszählung
bekam ich eine Anfrage aus einer Nachbargemeinde:
Wohin sind die
Bürger zu melden, die in die Wahlkabine gegangen sind?
Es stellt sich die
Frage:
Warum gab es so wenig
Nichtwähler?
Für die
Nichtwähler gab es anfangs kleinere Schikanen, wie keine
Einreise oder keinen Zuzug ins Sperrgebiet.
Für Rentner gab
es keine Genehmigung für eine Fahrt in die BRD.
Später waren die
Strafen härter.
H
ierzu ein Vorgang aus den 70-er Jahren:
Eine junge Kollegin
aus Schmalkalden, die an unserer Berufsschule in Bad Salzungen
unter-richtete, hatte einen kleinen Sohn. Der Vater war Algerier,
den sie gerne heiraten wollte.
Sie bekam trotz
mehrmaligem Antrag dazu keine Genehmigung.
Vor der Wahl zur
Volkskammer wiederholte sie den Antrag.
Im Gespräch
äußerte sie sich:
Wenn ich
keine Genehmigung zum Heiraten bekomme, gehe ich nicht zur Wahl.
Daraufhin wurde sie
fristlos entlassen.
Kurz darauf, aber
noch vor der Wahl, wurde die Entlassung zurückgenommen und
sie durfte wieder unterrichten.
Als der Tag der
Wahl kam, ging die Kollegin, wie vorangekündigt, nicht wählen
und wurde schon am Montag nach dem Wahlsonntag endgültig
entlassen.
Unser
damaliger Superintendent OKR Göpfert schrieb zu der
Wahl
von 1950 in das Kirchenbuch:
Die
Wahl, die keine war, wurde in ihrer Durchführung als unwürdig
empfunden.
Zum
Inhaltsverzeichnis
Auch wenn
das Kapitel Antifa-Block nur indirekt zur CDU-Arbeit
gehörte, wurde in ihm der Partei und auch dem Bürgermeister
viel Arbeit abver-langt.
Er war
Hauptbestandteil der politischen Arbeit der ersten
Nachkriegsjahre.
Eine sehr
wichtige Aufgabe nach dem Zusam-menbruch des Dritten Reiches war
die Über-windung der nationalsozialistischen und
militar-istischen Ideologien in unserem Lande. Dazu bedurfte es
einer engen Zusammenarbeit der drei politischen Parteien am Ort.
In jeder
Gemeinde wurde ein politischer Beirat, der Antifaschistische
Beirat gebildet, der die spezielle Arbeit dafür
übernahm. Aus dem Beirat wurde im Bestreben der
führenden Rolle der SED, der Block- Politik
der Antifa Block.
(Etwa zu
vergleichen mit dem Runden Tisch nach der politischen Wende.)
Er
bestand aus Vertretern der drei am Ort beste-henden Parteien.
Das waren
in Dermbach die SED, die LDPD und die CDU.
Der
Vorsitz dieses Gremiums wechselte von Partei zu Partei.
In
Dermbach wirkten vor allem die Parteifreunde Otto Schubert, als
Bürgermeister, der Vorsitzende Reinhold Kirchner, die
Parteifreunde Heinrich Wiegand und Rudolf Diel.
Jeder,
der in eine Partei eintreten wollte, konnte erst nach einstimmigem
Beschluss des Antifa-Blocks aufgenommen werden.
So sollte
vermieden werden, dass ein Bürger in mehreren Parteien
gleichzeitig sein konnte.
(Trotzdem
habe ich 1946 auf der Meisterschule in Weimar einen Kollegen
kennen gelernt, der in drei Parteien gleichzeitig war.)
Ich
selbst war eine Zeit lang im Antifa-Block für die CDU
Schriftführer.
Die
vordringlichste Aufgabe dieses Gremiums war das Ausstellen bzw,
Verweigern einer Unbedenk-lichkeitsbescheinigung, (damals
Persilschein genannt). Sie bescheinigte die
politische Unbe-denklichkeit der Bürger, das heißt,
dass sie kein Mitglied der NSDAP oder einer der
national-sozialistischen Organisationen war.. (Der Antifa-Block
ist nicht zu verwechseln mit der Entnazifizierungs-Kommission, die
es nur auf Landesebene gab.)
Diese
Unbedenklichkeitsbescheinigung war strengen Vorschriften
unterworfen.
Sie
musste von drei Bürgen, die einer Partei angehörten,
eigenhändig unterschrieben sein. Wenn möglich, von jeder
Partei ein Bürge. Darunter musste genau eingetragen sein,
welcher Partei sie angehörten.
Die
Stellungnahme des Antifa-Ortsblocks musste auf jedem Formular auf
der Rückseite verzeichnet sein. Umsiedler, die keine Bürgen
hatten, mussten
von einem
Notar eine notariell eidesstattliche Erklärung beilegen.
Der Eine
hatte die Absicht auf reelle
Diese
Unbedenklichkeitsbescheinigung wurde nicht nur benötigt, um
in eine Partei einzutreten sondern sie war das wichtigste Dokument
des Ostzonenbürgers.
Wollte
man sich selbständig machen oder eine Schule besuchen, musste
man eine Unbedenk-lichkeitsbescheinigung vorlegen.
Viele
ehemalige Angestellte oder Beamte kamen ohne diese Bescheinigung
nicht wieder in den öffentlichen Dienst.
vollkommen
gesetzlicher Richtlinie Interzonenvre-kehr (im Handel) zu
betreiben, der Andere benötigt dieselbe
um eine Entnazifizierung durch die Spruchkammer Erfurt zur
Erledigung zu bringen.
So wären
noch tausend Gründe zu nennen, wie Erbschaftsregelung, Antrag
eines Schwerbeschä-digtenausweises oder Antrag auf Pension
oder Rente, wofür man eine politische Unbedenklichkeit vom
Antifa-Ortsblock benötigte.
Zum
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Die
Arbeit des CDU-Bürgermeisters
Mit
dem Wahlerfolg von 1946 kam auf die CDU und ihren neuen
Bürgermeister viel Arbeit zu.
Das
neue Gemeindeoberhaupt wurde durch die Sowjetische
Militärverwaltung, vertreten durch Mayor Galanto, eingeführt.
Durch
den verlorenen Krieg und die Nachkriegs-wirren waren viele, für
uns heute kaum noch nachzuvollziehende Aufgaben, zu bewältigen.
Hier
geht es vor allem um die gewaltsame Vertreibung von insgesamt über
zehn Millionen Deutschen aus Ostpreußen, Schlesien und
Pommern, aus teilweise sehr alten Siedlungs-gebieten im Baltikum,
in Polen, Russland , Ungarn Rumänien, und Jugoslavien, in
Böhmen , Mähren und der Slowakei in den Jahren 1944 bis
1948.
Der
Gemeinde Dermbach wurden weit über 200 Personen zugewiesen.
Sie
kamen in kleineren und größeren Transporten am Bahnhof
an, mussten versorgt werden und möglichst schnell Wohnraum
für sie gefunden werden.
Schon
in den Kriegsjahren waren Flüchtlinge und Ausgebombte
untergekommen.
Bedenken
wir die damalige Wohnsituation mit ihrer ländlichen Struktur
unseres Ortes, verstehen wir, dass es für beide Seiten, den
Einheimischen und den Menschen, die ihre Heimat verloren hatten,
schwer war, die notwendigen und richtigen Lösungen zu finden.
Neuer
Wohnraum musste 1953 für 15 Familien gefunden werden, die im
Schloss wohnten. Die Kasernierte Volkspolizei beanspruchte Schloss
und Nebengebäude als Kaserne.
In
jeder Gemeinde, so auch in Dermbach, gab es eine
Wohnungskommission, in der
Unions-freunde mitarbeiteten.
In
dem Wohnungsausschuss waren alle Parteien des Ortes paritätisch
vertreten.
Als
1946 an der damaligen Zonengrenze der 5-km Sperrstreifen gezogen
wurde, war Dermbach mit in die Sperrzone einbezogen gewesen.
Es
bedurfte sehr viel hartnäckiger Verhandlungen, vor allem mit
der sowjetischen Besatzungsmacht, um Dermbach aus dem Sperrgebiet
herauszu-nehmen. (Zella war in der Sperrzone.)
Der
Abbau der Feldabahn von Kaltennordheim bis Dorndorf war vom Land
Thüringen aus eine beschlossene Sache.
Durch
zähe Verhandlungen und mit Hilfe des Bürgermeisters von
Kaltennordheim konnte das verhindert werden. (Siehe Episode im
Anhang.)
Auf
Grund der damals durchgeführten Boden-reform musste der
Lindighof aufgeteilt und vier Neubauernhöfe geschaffen
werden.(Papst, Machof, Hofmann und Schleicher.)
Gleichzeitig
wurde der Rodewald am Lindig gerodet und aufgeteilt.
Außer
diesen wichtigen Aufgaben wurden auch viele bauliche Arbeiten
durchgeführt, die auf Grund der bestehenden schwierigen
Materiallage erwähnenswert sind:
Unsere
Schule, die eine Zeit von den Amerikanern belegt war und in der
Kriegsflüchtlinge aus dem Saargebiet untergebracht waren,
musste gründlich renoviert werden.
Eine
Firma aus Erfurt stellte die Farben und übernahm die Arbeit.
Es wurden 156 Fenster-scheiben neu eingesetzt und die Heizung
wurde komplett erneuert.
Die
Geisaer Straße Hohle und der Schlossberg
wurden gepflastert. Hierzu wurden 20 Waggon Pflastersteine
benötigt.
Das
Dorfwasser wurde verrohrt. Die Rohre wurden aus Neudietendorf
beschafft., der Basalt am Dietrichsberg gebrochen und nach
Neudietendorf zum Verarbeiten gebracht.
Im
Bach wurde die Quelle gefasst und das Wasserbassin
gebaut.
Der
Schwarze Born wurde ins Dorfwasser und die Quelle im
Hasenborn in das VEB Rhön- glaswerk geleitet.
Die
beiden Friedhöfe wurden erweitert und eine Leichenhalle
gebaut.
Es
wären noch mehr Arbeiten aufzuzählen, aber das würde
zu weit führen.
Es
sind die wichtigsten und schwersten Aufgaben, die bis 1953
geleistet wurden.
uf
Grund der Fertigstellung unserer schönen Mehrzweckhalle
möchte ich noch auf ein Thema eingehen:
In
den Jahren 1956 und 1957 wurde in den CDU-Versammlungen ernsthaft
über den Bau eines Kulturhauses in Dermbach debattiert.
Im
Juni 1956 wurde in einer Einwohnerversamm-lung über die
Platzfrage gesprochen.
Die
Wiesen zwischen Dermbach und Unteralba waren dafür
vorgesehen.
Die
Genehmigung wurde versagt und der Stadt Geisa zugeschlagen, weil
sie im Sperrgebiet lag.
Diese
Tatsache wird heute, gerade in den letzten Wochen, von einigen
Leuten, auch in der Südthüringer Zeitung
als Gerücht bezeichnet.
Zum
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Die Rolle der CDU in der
atheistisch geprägten DDR
Warum
ich Mitglied der CDU blieb?
Ein sehr umstrittenes
Thema bei der Wieder-vereinigung war und ist die Stellung bzw.
Inte-grierung der in der DDR bestandenen politischen Parteien, die
sogenannten Blockparteien, in die Parteien der Bundes Republik
Deutschland.
Eine besondere
Stellung innerhalb dieser Block-parteien hatte hier die CDU.
Erstens durch das C,
welches für christlich steht, musste sie in einem Staat
bestehen, dessen Staatsdoktrin der militante Atheismus war.
Und zweitens hat sich
die Ost-CDU mit der West-CDU bei der
Wiedervereinigung unseres Vaterlandes übergangslos zusammen
getan, während sich die anderen Parteien, wie SPD, LDPD usw.,
neu gründen mussten.
Diese zwei Punkte
wurden von Vielen, in Ost und West, verstärkt gegen die
Ost-CDU eingebracht.
Wie so etwas aussieht
und wie es geschichtlich falsch dargestellt werden kann, zeigt ein
Ausschnitt aus einem Artikel unserer Südthüringer
Zeitung vom September 1998.
Da heißt es:
In den
meinungsmachenden Massenmedien wird die PDS stets als SED
Nachfolgepartei erwähnt. Die Macher dieser Diktion
suggerieren damit holzköpfige Starrheit. Aber sprachlich sind
sie selbst auf dem Holzweg. Die Ost-CDU wandelte sich in eine
Staatspartei West, ohne sich auseinander zusetzen mit der eigenen
Verstrickung in das SED Regime.
Heute bekleiden
Menschen Führungsfunktionen in Staat und Partei, die gestern
den Imperialismus der BRD verdammten und den realen
Sozialismus priesen.
Sicher wird die
Beurteilung der Ost-CDU in Ost und West immer
verschieden sein. Das kommt durch die verschiedenen
Betrachtungswinkel der durch die in 40 Jahren unterschiedlich
gemachten Erfahrungen.
Wir im Osten waren
mehr als 40 Jahre politisch und wirtschaftlich unterdrückt.
Das heißt, dass in der DDR mehr als eine Generation
herangewachsen ist, die freie Wirtschaft und freies politisches
Reden, Handeln und Entscheiden nie gelernt und erfahren hat.
So waren wir ALLE
– mit oder gegen unseren Willen – in die
allgemeine Unwahrhaftigkeit des Landes mehr oder weniger
verstrickt.
Die CDU – als
christliche Partei – stand mit ihrer christlichen
Grundhaltung dem atheistischen Staat und der atheistisch geprägten
Partei der Arbeiter-klasse kontrovers gegenüber.
Ihre Chancengleichheit
zu den anderen Parteien wurde nicht nur durch die Einheitsliste
und durch die Wahlpraktiken verhindert, sondern auch dadurch, dass
das Bekenntnis der Bevölkerung zum Christentum in der DDR
immer geringer wurde.
Durch die atheistische
Propaganda und Erziehung
verließen immer
mehr Menschen die Kirchen und somit den christlichen Boden.
Reinhard Henkys, einer
der besten Kenner der 40-jährigen Kirchengeschichte in der
DDR sagte hierzu:
In den
Nachkriegsjahren waren neun von zehn Deutschen in der DDR
evangelische oder katholische Christen.
Als der Staat am
Ende war, gehörte höchstens noch jeder vierte einer
Kirche an.
Der Erfurter
katholische Theologe Eberhard Tiefensee schreibt:
Die hohe Zahl der
Konfessionslosen in den Neuen Bundesländern (DDR Erbe) ist
ein religiöser Supergau.
Der Anstieg von 6
auf 70 Prozent innerhalb zweier Generationen sei weltweit
einzigartig.
Wegen des totalen
Verlustes ihrer religiösen Sprache seien die Menschen
in Ostdeutschland hoch resistent gegenüber
Missionsversuche aller Art.
Den
Menschen müsse das Erlernen eines spirituellen ABCs
ermöglicht werden, ohne sie gleich als Gemeindemitglieder zu
vereinnahmen.
Ich
glaube aus eigener Erfahrung sagen zu dürfen, dass in der DDR
die Mitglieder der CDU fast alle praktizierende Christen waren.
Trotzdem
war die Einstellung der Kirchenleitungen – katholisch oder
evangelisch – zur CDU sehr zurückhaltend und nicht
gerade als gut zu bezeichnen.
Das
Verhältnis der einzelnen Pfarrer zur Partei war sehr
unterschiedlich, um nicht zu sagen extrem verschieden.
Waren
in einer Gemeinde CDU-Leute die engsten Mitarbeiter des Pfarrers,
so durfte in einer anderen Gemeinde ein Mann kein Lektor sein, nur
weil er sich in der CDU engagierte.
Als
1965 der Dienst der Diakonatshelfer (damals Laiendiakone genannt)
in der DDR, weltweit als einziges Land, eingeführt wurde,
waren in Erfurt unter den ersten 42 Diakonatshelfern eine
beacht-liche Anzahl aktiver CDU Mitglieder, ja sogar Funktionäre.
Nach
der politischen Wende gingen aus dem kleinen Kreis der
Diakonatshelfer in Erfurt ein Stadtrat in Arnstadt, der OB in
Gotha und nicht zuletzt unser erster Ministerpräsident von
Thüringen Josef Duchac hervor.
(Das
sind nur die, die ich persönlich kenne.)
Auch war einer der
wenigen in der DDR geweihten ständigen Diakone vorher
Kreissekretär der CDU.
Auf
unsere Gemeinde bezogen, kann man mit Fug und Recht sagen, dass
das Verhältnis der beiden Kirchgemeinden zur CDU Ortsgruppe
stets gut war.
1989, vor der Wende,
hatte unsere Ortsgruppe 195 Mitglieder.
Das
war der Grund, dass trotz der wenigen christlichen
Gemeinderatsmitglieder, die uns nach den Wahlen zugestanden
wurden, die kommunale und politische Arbeit in Dermbach stets sehr
stark christlich geprägt war.
Wenn Ausschreitungen
gegen die Kirche in Schule, Beruf oder Privat geschahen, die nicht
selten waren, konnte man die CDU auf Kreis- oder Bezirksebene als
Ansprechpartner für eine Eingabe oder Beschwerde benutzen.
In Dermbach war es
schon ganz lustig, wenn jedes Jahr in der 8. Klasse der Oberschule
die Inter-nationale im Musikunterricht auf dem
Lehrplan stand.
Da lautet die zweite
Strophe:
Es rettet uns kein
höheres Wesen,
kein
Gott, kein Kaiser noch Tribun.
Uns
aus dem Elend zu erlösen,
können
nur wir selber tun.
Alle christlichen
Kinder weigerten sich Jahr für Jahr diese Strophe aufzusagen
oder mitzusingen.
Sie bekamen dann die
Note 5 eingetragen.
Auch hier hat sich die
CDU, gemeinsam mit den beiden Pfarrern, dagegen verwehrt und immer
wieder Beschwerde eingelegt.
Das Thema
Blockparteien
wurde nach der Wende von Gegnern der CDU besonders hoch gespielt
und ich glaube auch von vielen westlichen Politikern nicht richtig
verstanden.
Es darf vor allem
nicht vergessen werden, dass mit der Gründung der DDR im
Jahre 1949 der Partei der
Arbeiterklasse, der
SED, die Führungsrolle im Staat auch durch den § 1 der
Verfassung verfas-sungsmäßig zukam.
So
wurde zwangsmäßig die Politik unserer Partei immer mehr
eine erzwungene Anpassung an die politischen und ideologischen
Vorstellungen der SED.
Wie
weit diese Anpassung ging, war von Kreis zu Kreis, von Ortsgruppe
zu Ortsgruppe und vor allem von Person zu Person verschieden.
Es
darf hier nichts verallgemeinert werden.
Viele
der verzerrten Beurteilungen unserer Partei kommen durch die
Verallgemeinerung negativer Erlebnisse oder Begegnungen, oft nur
mit einzelnen Mitgliedern.
An
Einzelbeispielen und Fragen will ich klar stellen, wo die CDU
dennoch ihren christlichen Standpunkt bewahrte und für den
Einzelnen und für die Gesellschaft von Nutzen sein konnte
Die erste Frage ist:
Wie hätte sich
die CDU nach der Gründung der DDR bzw. nach der Aufstellung
der Einheitslisten verhalten sollen?
Hätte sie sich
auflösen sollen?
Das wäre für
die DDR-Führung und die SED ein gefundenes Fressen
gewesen.
Wie die DDR mit der
CDU aussah, wissen wir.
Wie sie ohne die CDU
geworden wäre, wissen wir nicht!
Wenn wir auch in der
Regierung nicht viel zu bestellen hatten, wie es im Kapitel
Wahlen festgestellt wurde, so war die CDU auf
unterer Ebene, wie Kreis und Gemeinde, für uns sehr wichtig
und hilfreich.
Trotzdem ein Beispiel,
wie auch die CDU-Abgeordneten der Volkskammer in der Ost-CDU ihren
christlichen Standpunkt vertraten:
Wir hatten in der DDR
seit 1972 1,6 Millionen Abtreibungen. Das waren fast 100000
jährlich. Bei dem Beschluss des Abtreibungsgesetzes in der
Volkskammer stimmten ALLE CDU-Abgeordneten dagegen.
Aber was machten bei
der zahlenmäßigen Zusam-mensetzung der Volkskammer die
wenigen Stim-men der CDU aus.
Auch auf Kreis- und
Bezirksebene hatte die CDU oft positiv wirken können.
In den 60er Jahren
bekamen wir neue Schulbücher. Ich war von der Bezirksleitung
der CDU in Suhl im
Vorstand der
Arbeitsgemeinschaft Lehrer und Erzieher und wir
sollten neue Schulbücher beurteilen.
Im neuen
Geschichtsbuch der Klasse 7 oder 8 wurde das Christentum in nur
wenigen Sätzen behandelt.
Sinngemäß
so:
Jesus soll gelebt
haben . . . und der wörtliche Schlusssatz:
Viele begannen
an ihn zu glauben (Christen).
Dieses Buch wurde auf
Veranlassung unseres CDU-Bezirksverbandes eingezogen.
In Dermbach haben
unsere wenigen Gemeinde-vertreter der CDU sehr viel durchgeboxt
und so unser christliches Gemeindebild bewahrt.
Die Tatsache,
CDU-Mitglied zu sein, gab auch nach außen hin eine bestimmte
Wertung.
Wenn ich als Lehrer
einen mir fremden Kollegen traf, der mir sagte, ich bin in der
CDU, so wusste ich, mit wem ich es zu tun hatte.
Mir persönlich
hatte man wiederholt erklärt, dass ich mit meiner
christlichen Einstellung und meiner Arbeit in der katholischen
Kirche das Ansehen un-seres Lehrerkollektives schädige und
gefährde.
Einige, auch in
unserer Ortsgruppe, gingen in die CDU, um vor den Werbern der SED
Ruhe zu haben.
War man
Mitglied der CDU, so war die berufliche Karriere beendet.
Auch
die Kinder der Mitglieder hatten darunter zu leiden.
Zum
Inhaltsverzeichnis
Neuer Anfang
Nach der Wende habe ich mit dem Schreiben
meiner politischen Erinnerungen, begonnen.
Ich habe
Artikel für Ost-West Informationsdienst
des katholischen Arbeitskreises für zeitgeschicht-liche
Fragen (Heft 195/1997 und 201/1999), für das
Priesterjahrheft 2000 geschrieben, ein Faltblatt zu 50
Jahre CDU erstellt, einen Mitglieder-Abend des
Lions-Club Hünfeld mit dem Motto:
Persönlich erlebt – 40 Jahre DDR
bestritten und vieles mehr.
Am 28.
September 1997 wurde meine Arbeit durch einen schweren, von mir
unverschuldeten Verkehrsunfall unterbrochen. Es brauchte
lange Zeit, bis ich das Schreiben wieder aufnehmen
konnte.
Ende
September 1998 bekam ich einen Anruf von Herrn Dr. Gescher aus dem
Bonifatiushaus in Fulda mit der Anfrage, ob ich schon wieder
so fitt sei, um einen Vortrag zu übernehmen.
Unter dem
Motto "Zwischen Wartburg und Wasserkuppe,
Zusammenwachsen in der Mitte Deutsch-lands" setzte das
Bonifatiushaus in Fulda vom 2. bis 6. November die Reihe
seiner erfolgreichen Vor-jahresseminare fort. Zielgruppe dieses
politischen Seminars waren Bedienstete der Deutschen Post
A.G. und der Telekom. Dabei waren auch Exkur-sionen vorgesehen.
Die
Anfrage von Dr. Gescher war folgende:
Können
wir eine Exkursion nach Dermbach unter-nehmen und würden
sie eine Tagesveranstaltung organisieren und einen Vortrag von
zwei Stunden übernehmen?
Das
gewünschte Thema war heikel und lautete:
"Die
Rolle der CDU in der ehemaligen DDR".
Trotzdem
ich zu dieser Zeit wiederholt am Daumen operiert wurde und nicht
schreiben konnte, sagte ich zu.
Noch vor
meiner Einweisung ins Krankenhaus kam Herr Dr. Geiger, ein neuer
Mitarbeiter des Bonifatiushauses, zu uns, um alles zu
besprechen.
Wir
organisierten die Veranstaltung und legten die einzelnen
Schwerpunkte des Vortrages fest.
Wir
vereinbarten: 10 Uhr Ankunft der Teilnehmer mit dem Bus aus Fulda.
10.15 bis 12.15 Uhr den Vortrag im Pfarrsaal der katholischen
Kirche, anschließend Diskussion.
13 Uhr
Mittagessen in der Gaststätte Zum Baier" in
Unteralba, nach 14 Uhr Besuch in der Werkstatt des Holzbildhauers
Manfred Bellinger, danach Besichtigung unserer schönen
Barockkirche und anschließend Heimfahrt nach Fulda.
Als der
3. November kam, stand das Konzept.
Der
Vortrag, bei dem mich meine Frau Marianna unterstützte, indem
sie die kursiv geschriebenen Stellen vortrug, wurde aufmerksam
aufgenommen und bildete die Grundlage einer regen Diskussion.
Die
Beispiele aus dem Leben der christlichen Menschen in der DDR, die
meine Frau und ich geben konnten, beeindruckten.
Die 30
Teilnehmer fühlten sich bereichert.
Sie
versicherten, dass die Zeit zu schnell vergangen sei und die Reise
nach Dermbach ein neues Verständnis des Lebens in der DDR
gebracht hätte.
Nachtrag
Seit 01.06.2004 hat unsere Ortsgruppe ein
neues Mitglied. Es ist Herr Walter Graf (92 Jahre)
Bahnhofstraße 32 a. Herr Graf war von 1931 bis zum Verbot
Mitglied der Zentrumspartei in Berlin. Ende 1945 kam er aus
der Gefangenschaft und wurde am 01.01.1946 Mitglied unserer
Partei in Kamenz.
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Inhaltsverzeichnis
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